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Einsatz-Szenarien

Konzept — Welche Topologie (Single-Client, Server, Mixed Setup) zu Ihrem Werk passt

Bevor Sie loslegen, lohnt sich ein Blick auf die typischen Aufbauten. Herzog CAB hat eine eingebaute Userverwaltung — mehrere Bediener können sich also in jeder Variante mit eigenem Konto anmelden. Die spannende Frage ist nicht „wie viele Bediener?", sondern wo läuft was:

  • Programm — auf jedem PC einzeln oder zentral auf einem Server?
  • Workspace (Aufträge, Stammdaten, Druckvorlagen) — lokal oder auf einem Datei-Server?
  • Benutzer-DB — pro PC oder zentral auf dem Anwendungs-Server?
  • Lizenz — lokal pro Rechner (CmDongle / CmActLicense) oder zentral über einen Wibu-Lizenzserver?

Daraus ergeben sich drei Setups, die in der Praxis vorkommen.


Variante 1 — Single-Client

Programm, Workspace, Benutzer-DB und Lizenz liegen alle auf demselben Arbeitsplatz-PC. Egal ob ein Bediener allein arbeitet oder mehrere sich im Schichtbetrieb anmelden — die Daten bleiben lokal.

Variant 1 — Single-Client: alle Komponenten (Herzog CAB, CodeMeter, Benutzer-DB, Workspace) liegen auf einem Arbeitsplatz-PC. Mehrere Bediener melden sich am selben PC an.

Userverwaltung

Benutzerkonten liegen unter %ProgramData%\Herzog GmbH\Herzog Cab — sie gehören zum Rechner. Mehrere Bediener teilen sich diese eine Benutzer-DB und melden sich beim Programmstart mit ihrem eigenen Konto an.

Wann passend: Konstruktion an einem festen Arbeitsplatz oder Werkstatt-PC im Schichtbetrieb. Einfachster Aufbau, keine Server- Infrastruktur nötig.


Variante 2 — Single-Server (RDP-Zugriff)

Ein Server ist die zentrale Installation. Bediener verbinden sich von ihren PCs / Tablets / Laptops per Remote Desktop (RDP) und arbeiten in eigenen Sitzungen. Workspace, Benutzer-DB und CodeMeter-Lizenz liegen ebenfalls auf dem Server.

Variant 2 — Single-Server: Bediener verbinden sich per RDP zu einem zentralen Server, der Herzog CAB, CodeMeter, Benutzer-DB und Workspace beherbergt.

Lizenz für Terminal-Server / RDP

Standard-Einzelplatz-Lizenzen (CmDongle oder CmActLicense) decken keine parallelen RDP-Sitzungen ab. Wenn mehrere Anwender gleichzeitig Herzog CAB über RDP nutzen sollen, muss die Lizenz explizit als Terminal-Server-Lizenz mit der gewünschten Sitzungs-Anzahl ausgestellt sein. Sprechen Sie das mit Ihrem Herzog-Ansprechpartner ab, bevor Sie diese Variante aufbauen.

Wann passend: Bediener mit eigenen Geräten (auch Tablets oder Laptops außerhalb des Werks), die auf eine zentrale Installation zugreifen sollen. Updates und Backups konzentrieren sich auf den einen Server.


Variante 3 — Mixed Setup

Die anspruchsvollste Variante kombiniert mehrere Strategien:

  • Application Server: Herzog CAB läuft hier in RDP-Sitzungen für die Bediener, die Benutzer-DB liegt direkt daneben.
  • Lokaler Client: einzelne Anwender (z. B. die Konstruktion) haben Herzog CAB lokal auf ihrem PC installiert und greifen direkt auf die Server zu.
  • File Server: ein oder mehrere Datei-Server stellen mehrere Workspaces bereit (z. B. ein Workspace pro Werk oder Projektgruppe).
  • License Server: ein zentraler Wibu-Lizenzserver verwaltet einen Pool von Floating-Lizenzen. Sowohl der Application Server als auch die lokalen Clients holen sich von hier ihre Lizenz.

Variant 3 — Mixed Setup: RDP-Bediener verbinden sich zum Application Server, ein lokaler Client arbeitet parallel direkt von seinem PC. Mehrere File Server liefern Workspaces, ein License Server verteilt Floating-Lizenzen an Application Server und Client.

Wann lohnt sich ein License Server?

Lizenzserver sind sinnvoll, wenn deutlich mehr Bediener als parallel benötigte Lizenzen existieren — z. B. 10 Bediener, aber nie mehr als 3 gleichzeitig im Programm. Statt 10 Einzellizenzen kommen Sie dann mit 3 Floating-Lizenzen aus.

Mehrere Workspaces

Wenn Sie mit mehreren Workspaces arbeiten (z. B. einer pro Werk oder Projektgruppe), wechseln Sie sie über das Profil-Menü in Herzog CAB. Jedes Profil zeigt auf einen anderen Workspace-Pfad.

Hinweise zu Workspaces auf Netzlaufwerken

  • Alle Bediener brauchen Schreibrechte auf den Shares.
  • Nicht zwei Bediener gleichzeitig denselben Auftrag öffnen — Änderungen können sich überschreiben.
  • Eine stabile Netzwerkverbindung ist Pflicht. Bei Aussetzern können Auftragsdateien beschädigt werden.
  • Backup nicht vergessen — der Workspace ist jetzt der einzige Ort, an dem Ihre Daten liegen.

Wann passend: Größere Werke mit professioneller IT-Infrastruktur, bei denen Konstruktion (lokal) und Werkstatt-Bediener (per RDP) parallel auf gemeinsame Daten zugreifen, mit zentraler Lizenz- und Datei-Verwaltung.


Welche Variante ist die richtige?

Ihre Situation Empfehlung
Ein einzelner PC, keine Server-Infrastruktur nötig Variante 1
Bediener mit eigenen Geräten, alles zentral auf einem Server Variante 2
Bestehende Server-Landschaft, RDP + lokale Clients, Floating-Lizenz Variante 3

Im Zweifel sprechen Sie kurz mit Ihrem Herzog-Ansprechpartner — die Entscheidung wirkt sich auch auf die Lizenz-Bestellung aus (Single, Terminal-Server oder Floating) und ist nachträglich aufwendiger zu ändern.

Nächster Schritt

Wenn Sie wissen, welche Variante zu Ihrem Setup passt, geht es weiter mit der CodeMeter-Installation.